Kontakt:

Ehrenamtliche Katzenhilfe

Landkreis Cham e.V.

Hohenriedstraße 29

93455 Traitsching/Höhhof

Telefon:  09467 / 711 462

Mobil:     0162 / 339 325 7

Fax:        09467 / 711 461

Mail:

info@katzenhilfe-cham.de

 

Öffnungszeiten:

Samstags von

15.00 - 18.00 Uhr

Individuelle Termine sind nur

im Ausnahmefall möglich.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 


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KATZENSEUCHE (Panleukopenie)

Erreger:

 

Katzenseuche wird durch PARVOVIREN verursacht. Diese Viren sind auch außerhalb der Katze sehr wiederstandsfähig und können bis zu einem Jahr auf infizierten Gegenständen überleben. Damit stellt dieses Virus eine ständige Bedrohung für ungeimpfte Tiere dar. Auch Wohnungskatzen sind gefährdet, da der Mensch die Viren durch Kleidung und Schuhe einschleppen kann.
Erkranken tragende Katzen an Katzenseuche, können die Kätzchen bereits vor der Geburt infiziert werden. Diese Föten sterben häufig vor der Geburt ab oder erleiden eine Schädigung ihres Gehirns, woraus spätere ataktische Bewegungsstörungen (Ataxie) resultieren.

Übertragung:


Die Übertragung erfolgt direkt von Katze zu Katze, wobei alle Ausscheidungen und Sekrete infizierter Katzen (z. B. Nasensekret, Kot, Urin) virushaltig sind. Es kann aber auch eine Infektion über die Umgebung oder zum Beispiel auch über Kleidung und Schuhe des Katzenhalters erfolgen. Grundsätzlich ist die Aufnahme des Virus über die Luft oder über Kontakt mit Schleimhaut (Nase und Maul) und Wunden möglich. Das Virus ist äußerst stabil in der Außenwelt, es kann bis zu einem Jahr auf infizierten Gegenständen überleben!

Inkubationszeit:


Die Inkubationszeit beträgt zwei bis zehn Tage. Das Virus verbreitet sich während dieser Zeit im ganzen Körper.

Symptome:


Bei einer Infektion mit Panleukopenie kommt es zu einer drastischen Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukoyzten). Dadurch wird das Abwehrsystem stark geschwächt. Die offensichtlichen Symptome können variieren, manchmal tritt der Tod innerhalb von Stunden!!! ein, bevor klinische Symptome deutlich wurden.


Deshalb sollten Sie extrem schnell reagieren bei:

  • Appetitlsoigkeit
  • Erbrechen (auch blutig)
  • Durchfall (später auch wässrig bis blutig)
  • Dehydration (Austrocknung)
  • Temperatursturz oder hohes Fieber
  • Mattigkeit
  • Nasenausfluss
  • Kollaps
  • bei Berührung des Abdomens (Bauch) erfolgen Schmerzäußerungen


Futterverweigerung und anhaltendes Erbrechen werden oftmals mit Vergiftungserscheinungen verwechselt oder vom Besitzer als Magen-Darm-Infekt fehlinterpretiert.


Jede Stunde, die dann mit Abwarten ohne tierärztliche Behandlung vergeht, verschlechtert die negative Prognose!


80 bis 90% der erkrankten Tiere fallen der Katzenseuche zum Opfer!

 

Nachweis:


Das Virus kann zumeist mittels einer Kot- oder Blutuntersuchung nachgewiesen werden.

Behandlung:


Ist die Katze an einer Panleukopenie erkrankt, sind die Heilungssaussichten abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und einer effektiven Behandlung. Für die Gesundung einer Katze ist aber auch der Zeitpunkt der Behandlung äußerst wichtig. Je früher die Katzenseuche bekämpft werden kann, umso besser sind die Aussichten auf Heilung.


Eine sofortige Injektion des Medikamentes "Feliserin" (hochwirksames Konzentrat von Antikörpern gegen die Panleukopenie-, Rhinotracheitis- und Calicivirusinfektion) ist dringend ratsam. Es bewirkt eine passive und damit zeitlich begrenzte antivirale Immunität gegen die genannten Infektionskrankheiten (sofern die Gabe von Antikörpern rechtzeitig erfolgte und diese spätestens im Stadium der Virämie wirksam werden konnten, sind bereits kleine Mengen hochwirksam) Wird dieser Applikationszeitpunkt überschritten kann unter Umständen auch eine hohe Dosierung eine Erkrankung nicht mehr verhindern. Daher ist bereits bei dem Verdacht einer Infektion mit Panleukopenie oder dem Katzenschnupfenkomplex bzw. im Inkubationszeitraum der Einsatz von Feliserin angezeigt!


Häufig werden  in Verbindung mit "Feliserin"  auch Interferone (z..B. VIRBAGEN® OMEGA) eingesetzt.  Nach Injektion kommt es zu einer raschen Bindung des Interferons an Interferon-spezifische Rezeptoren der Wirtszellen. Interferon wirkt nicht direkt und spezifisch gegen das pathogene Virus, sondern durch Hemmung des internen Synthese-Mechanismus der virusinfizierten Wirtszellen. Durch Erhöhung der unspezifischen Immunität wird die Virusvermehrung im Körper erfolgreich gehemmt, noch bevor eine spezifische Immunantwort erfolgt. Welche Maßnahmen egriffen werden müsen, entscheidet letztendlich der Tierarzt.


Bitte bedenken Sie, dass Tierärzt, die hauptsächlich Großtiere behandeln, oftmals kein "Feliserin" oder "Interferone" vorrätig haben!


Grundsätzlich ist es sehr wichtig, dass infizierte Katzen streng von anderen Katzen getrennt und isoliert werden. Strikte Hygienemaßnahmen sind notwendig, um die Weiterverbreitung des stabilen Virus zu verhindern. Dabei ist zu beachten, dass auch genesende Katzen das Virus noch vier bis sechs Wochen ausscheiden.


Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Katzen, die diese gefährliche Krankheit überlebt haben, nicht wieder an der Infektion erkranken.

Vorbeugung:


Damit Tiere von dieser lebensbedrohlichen Erkrankung verschont bleiben, sollten Katzenbesitzer ihre Tiere rechtzeitig impfen lassen.


Die wirksamste Vorbeugung gegen die Panleukopenie ist die Schutzimpfung, die bereits seit Jahrzehnten in Gebrauch ist und daher als sehr verlässlich gilt.


Die Grundimmunisierug erfolgt  mit zwei Impfungen (bei Kätzchen in der bzw. ab der 8. Lebenswoche) im Abstand von drei bis vier Wochen, denen eine jährliche Auffrischung folgt (nähere Infos siehe Rubrik "Impfungen").